MWST und Periodenabschluss
Preise inklusive MWST erfassen
Den Preis eintippen, den der Kunde bezahlt — und die enthaltene Steuer von Zeffio herausrechnen lassen.
Wofür ist das?
Manche Branchen nennen den Preis, den der Kunde am Schluss zahlt: Coiffeur, Gastronomie, Werkstatt, Verkauf an Private. Steht am Schaufenster «Haarschnitt CHF 70.–», dann sind das 70 Franken — nicht 70 plus MWST. Mit dem Schalter Preise inklusive MWST tippst du genau diese Zahl ein, und Zeffio rechnet die enthaltene Steuer heraus.
Wann brauche ich das?
Wenn du deinen Kunden Endpreise nennst statt Nettopreise. Rechnest du gegenüber Firmen ab, die die Vorsteuer abziehen, bleibst du bei Nettopreisen — das ist dort die übliche Sprache.
Voraussetzungen
- Du bist mehrwertsteuerpflichtig und hast die MWST eingerichtet. Ohne ausgewiesene Steuer gibt es nichts herauszurechnen
- Für die Vorbelegung pro Kunde: der Kunde ist angelegt
Schritt für Schritt
- Öffne den Kunden und setz unter Preise den Schalter Preise inklusive MWST, wenn dieser Kunde Endpreise bekommt. Neue Rechnungen, Offerten und Verträge für ihn starten dann brutto.
- Oder setz den Schalter direkt auf dem einzelnen Beleg — im Rechnungs-, Offerten- oder Vertragsformular über den Positionen. Der Beleg gewinnt immer gegen die Vorbelegung des Kunden.
- Erfass die Positionen mit dem Preis, den der Kunde zahlt:
70.00für den Haarschnitt, nicht64.75. - Prüf den Summenblock. Er zeigt weiterhin Netto, MWST und Total getrennt — nur eben herausgerechnet: 64.75 + 5.25 = 70.00.
- Lad das PDF herunter. Unter den Summen steht «Alle Preise inklusive MWST» — dieser Satz gehört zwingend dazu, sonst kann dein Kunde nicht erkennen, ob die Positionspreise die Steuer schon enthalten.
Beispiel
Ein Coiffeursalon rechnet mit Laufkundschaft ab. Der Haarschnitt kostet 70 Franken, die Farbbehandlung 120. Mit gesetztem Schalter tippt die Inhaberin genau diese Zahlen ein; die Rechnung lautet über 190.00, der Summenblock weist 175.76 netto und 14.24 MWST aus. Für ihren einzigen Firmenkunden — eine Filmproduktion, die Maske einkauft — lässt sie den Schalter beim Kunden aus und offeriert wie bisher netto.
Was danach passiert
Der Schalter gehört zum Beleg und friert mit ihm ein. Änderst du später die Vorbelegung beim Kunden, bleiben bereits erstellte Belege, wie sie sind. Eine Offerte mit Bruttopreisen ergibt bei der Annahme einen Vertrag mit Bruttopreisen, und der Abrechnungslauf erzeugt daraus Rechnungen mit Bruttopreisen — die Beträge auf den drei Papieren laufen also nicht auseinander. In der MWST-Abrechnung und im Export ändert sich nichts: dort zählt der Nettoumsatz, und der ist derselbe, egal wie du ihn eingetippt hast.
Häufige Stolpersteine
- Den Schalter mitten in einer Rechnung umlegen und die Preise stehen lassen. Aus 70.00 netto werden dann 70.00 brutto — dieselbe Zahl, ein anderer Betrag. Prüf nach dem Umschalten den Summenblock.
- Erwarten, dass Netto mal Steuersatz genau die ausgewiesene Steuer ergibt. Bei 70.00 inklusive 8.1 % sind es 64.75 und 5.25; 64.75 mal 8.1 % ergibt 5.24. Zeffio rechnet bewusst so, dass das Total stimmt — das ist die Zahl, die du deinem Kunden genannt hast.
- Den Schalter für Firmenkunden setzen, die die Vorsteuer abziehen. Solche Kunden rechnen mit Nettopreisen; ein Bruttopreis zwingt sie zum Zurückrechnen.
Verwandte Artikel
- MWST-Codes je Position — und warum die meisten 0 % habenSieben Codes, drei davon mit Satz. Die vier Nullsätze sind nicht dasselbe, sondern vier verschiedene Gründe.
- Rechnung erstellen, prüfen und versendenVon den erfassten Stunden zur versendeten Rechnung — mit dem Zwischenschritt, der Fehler verhindert.
War diese Anleitung hilfreich?
Ohne JavaScript öffnet Ihre Antwort eine vorbereitete E-Mail.
Stand: 2026-08-22